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HK-Modelle - Thermoskannen im Modellmaßstab
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Thermoskanne als kleines Detail zum Innenraum eines RC Trucks?


© des Bildes by: Klaus Schulze 


 



Klar es gibt vereinzelt welche in Onlineauktionen oder bei Kleinserienherstellern zu erwerben. Aber wieso nicht selbst herstellen und dazu noch individueller?

Ich stelle auch Ihre Kannen, Tassen und Ablagen gerne her. Preise auf Anfrage.

 

Ohne Drehbank nicht möglich?

 

FALSCH!

Hier ein kleiner Baubericht über Kleinigkeiten und Zubehör aus dem Truckmodellbereich:

 

 

Es geht auch wenn die Werstatt nicht wie bei einem Profi ausgestattet ist.

Was brauch ich dazu?
-Akkubohrmaschine (ich nutze Makita) (Gibts auch im Modellmaßstab   )
-verschiedene Schleifpapierkörnungen (200-2000) Naßschleifpapier.
-Chrompolitur (ganz nach gefallen)
-Voll-Rundmaterial in Messing oder Aluminium (je nach Maßstab die Dicke wählen)
-Feine Feile
-Schlüsselfeile
-Frottetuch oder eine ausgediente Socke ( aber vorher waschen ihr wollt doch keinen Käse im Kaffee   )

Zuerst schneidet Ihr euch ein entsprechendes Stück, in der entsprechenden Länge entsprechend dem Maßstab ab. Möglichst gerade! ( am besten am Stabanfang beginnen)

 

Das Stück recht kurz, je nach halt, in die Akkubohrmaschine einspannen, mit der feinen Feile die Schnittstelle glattfeilen und die Kanten brechen. Am oberen (Deckelende) die gewünschte Kuppe rundfeilen in dem ihr die Akkubohrmaschine in der kleinen langsamen Stufe behutsam laufen lasst. Dabei aber die Fläche auf der im Regelfall der Becher aufsteht, beachten. An der unteren Seite die Kanten brechen.

 

Sind die Formen wie gewünscht fertig, beginnt man mit der "gröbsten" Körnung (200er) nass zu schleifen. Dazu das Schleifpapier um den "Kannen-Rohling" legen Und die Bohrmaschine langsam drehen lassen, evtl das Papier zart nach vorn und hinten bewegen unter leichtem Druck. Gelegendlich das Papier abspülen mit klarem Wasser. Auf diese weise geht man den Weg bis hin zum feinsten Papier (2000er naß ) Den Rohling umspannen und auf der Gegenseite die Prozedur wiederholen.

 

Das Finish erfolgt mit der Chrompolitur, dabei die Bohrmaschine mit voller Leistung drehen lassen.

ABER VORSICHT!! Nicht das der Polierlappen sich im Bohrfutter verfängt! Das könnte böse enden!

Auch hier das ganze bis zum gewünschten Glanz auf der Gegenseite durchführen.

 

Markiert euch auf der "Deckelseite" den "Deckelrand" diesen vorsichtig mit der Schlüsselfeile und der kleinsten langsamsten Drehnung der Maschine einkerben. Die Feile dabei ganz leicht nach links und rechts bewegen. Bis der Gewünschte Rand erfolgt ist. Danach nochmal kurz mit der Politur durchpoliert und fertig.

 

Wer möchte kann eine ganz feine dünne Dichtung in die entsprechende "Deckel-Kerbe" einlassen.

Nun liegts an euch. Mit Klarlack versiegeln und den Glanz bewahren oder soll sie wie im richtigen Leben "alt" werden?

 

Ich hab meine nicht versiegelt, sie laufen mit der Zeit an, und bekommen ein gebrauchtes Finish.

So sieht er einseitig behandelte Rohling dann aus:
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und so sehn sie nach dem letzten Poliervorgang aus:
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Da mir ausser, einem Markita Akkuschrauber und einer Markita Bohrmaschine (die es auch im Modell gibt   letztes Bild ) und einigem Handwerkzeug nichts zur Verfügung habe (demnächst noch eine Dekupiersäge) muss man sich eben etwas einfallen lassen. Die Thermoskannen waren ehr eine spontane Idee.


In Alu sehn sie, wenn sie hochglanzpoliert sind, richtig nach Chrom oder silber aus. Eine davon hatte ich mit einer feinen Messingbürste bearbeitet, was ihr einen "gebürsteten" Look gab, was etwas nach gebürstetem Edelstahl aussah.

In Aluminium sehn sie dann so aus. (Als Beispiel in meiner Tamiya Scania Innenausstattung)
In Alu sind mir allerdings nur Becher möglich, da ich keine Möglichkeit habe Alu zu löten und somit einen Henkel anzubringen.


Im Gesamtbild sah das damals so aus mit einigen anderen kleinen Details, der damals noch im Bau befindlichen Innenausstattung meines Scanias. Hier ist auch die Markita Akkubohrmaschine im Modellmaßstab zu sehen
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Für die in Messing auf dem Bild hatte ich 6mm Messing Vollmaterial genommen. Die in Alu waren 8mm Vollmaterial.

Nach der Thermoskanne, bekommt der treue Fahrer nun auch einen Kaffeebecher und einen Thermobecher (mit Kaffe schwarz, mit Milch auch möglich).

 

Auch diese wurden mit der Akkubohrmaschine, einer feinen Feile, einem Bohrer, und unterschiedlichen Schleifpapieren, und einer Schlüsselfeile und einem Senker gefertigt.

 

Für den Kaffee und den Thermosbecher, wird das gleiche Ausgangsmaterial wie für die Thermoskanne genutzt. Den Kaffeebecher Rohling hab ich erst auf ein Maß von ca 4 cm abgeschnitten und die Schnittfläche mit der Feile unter drehender Bewegung (des Rohlings im Akkubohrer) bearbeitet. Das schöne ist daran das der Mittelpunkt danach deutlich zu sehen war. An diesen hielt ich unter drehen der Maschine einen 2mm Bohrer um einen ersten Ansatz für die Ausbohrung zu bekommen. Dann wird der Rohling in den Schraubstock gespannt (nicht zu viel Druck sonst wirds nicht rund) dann mit einem Bohrer, der im Durchmesser 1,5mm dünner als der Aussendurchmesser ist, ausgebohrt bis ca 2-3 mm vor den Boden. Lieber hohe Drehzahl nutzen aber feinfühligen laaaangsamen Vorschub, was ein sauberes Ausbohrbild gibt. Bei Bedarf kann man auch mit einem Schlefpapierröllchen den Innenbereich noch feiner machen oder gar auspolieren, ganz wie mann will.

 

Der Grundrohling war nun fertig. Da die Aussenwand nun recht dünn war konnte ich mit einem kleinen Rohrabschneider den Becher auf ein maß von ca 1,5 cm ablängen. Den Rand bricht man am besten mit einem Senker der gerade die Kante leicht anfast und ggf. mit der Schlüsselfeileentgraten.

 

Fehlt nur noch der Henkel. Ich hatte noch von einer Stromleitung (4x1) etwas Abfallkabel.
Isolierung ab und schon hatte ich einen 1mm starken Kupferdraht, den ich um ein 4mm Röhrchen gewickelt hab. Nun kann man schön mit der Knipex den gewünschten Henkel abkneifen. Mit der Feile etwas die Scherkanten sauber feilen. Den Becher erhitzen mit einer kleinen Lötflamme (oder Lötkolben ) und den Henkel anlöten. Am besten mit einer Zange halten und vorher das Lötzinn auf den Becher geben. Ruhig halten bis das Zinn erstarrt ist, evtl einen zweiten Mann oder Frau bitten mit etwas Wasser die Lötstelle vorsichtig abzukühlen.

 

Den überschüssigen Zinn mit der feinen Feile entfernen. zum ende hin hab ich einen Polierstift in den Dremel gespannt und die Stelle sauber nochmal bearbeitet.


Aus dem Stück was wir vorher vom Rohling abgetrennt haben und einem 1mm Messingblech kann man nun den Thermobecher herstellen. Das Blech zum löten vorbereiten und den Becher daraufstellen und anlöten. Ich habe ein Stück von ca 1cm Lötzimm in den Becher gegeben und den Becher mit der Flamme erhitzt, so entstand auch eine gute Verbindung im inneren.

 

Nach dem abkühlen den Thermobecher in die Bohrmaschine gespannt, und mit der feinen Feile unter drehen den Überstand vom Blech quasi "abgedreht" zum Schluss noch mit der Schlüsselfeile und 1000er Nass-Schleifpapier und etwas Polituer zum "Fast" Finish gebracht.

 

Da mir das Innere des Bechers nun doch etwas zu schwarz war durch das, im Lötzinn enthaltene Flussmittel, welches etwas verbrannt war, hab ich mit dem Bohrer vorsichtig von Hand den Becher "gesäubert" und mit einer Mischung aus Revell 7 für Kaffee Schwarz oder einem Braunton (schwarz oder braun je nach Milchmenge) und einiger Tropfen Revell Kleber gefüllt. nun alles aushärten lassen, und schon ist der "Kaffee" fertig.

 

Becher und Tasse bekommen jetzt noch einen Tropfen Farbe.
Die Tasse wird weiß und der Thermobecher aussen blau.

 

 

Die Tasse nach dem verlöten des Griffes.
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In der Draufsicht sieht man den "Kaffee" und das innere des Bechers.
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Die verschliffene Kaffeetasse zusammen mit dem Thermobecher und der Thermoskanne.

 

Sieht doch schon fast Serienreif aus oder?   Fehlt nur noch etwas Farbe oder?

 

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So dem Set hab ich noch zwei Milch-Portionstöpchen dazugelegt, einen Löffel  hergestellt (versucht), und ein wenig Zucker dazugelegt im Zuckertöpfchen.
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Ich habe mich auch an einem Tablett versucht, welches aber noch nicht ganz fertig ist. das Überschüssige Lot muss noch verschliffen werden und etwas Farbe soll es auch bekommen.

 

Man sieht jetzt auch schön den Würfelzucker. Frage mich wer den wieder umgekippt hat
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Im Set könnte das dann in etwa so aussehn. Noch etwas Farbe und fertig.11


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Update 07.12.2016: